Rohrleitungsbau für den Greif-Standort in Berlin-Hohenschönhausen
Vom Bügelstuben-Start-up zum modernen Mietwäsche-Anbieter – wir haben den neuen Standort mit ausgestattet.
So oder so eine saubere Sache.
Wer hätte gedacht, dass sich aus der Bügelstube, die Franziska Steinbichler 1922 in Augsburg gründete, einmal ein ebenso leistungsstarkes wie solides Unternehmen entwickeln würde? Heute beschäftigt es in vierter Generation mehr als 1.200 Mitarbeiter an neun Standorten in Deutschland.
Als Ende der 1950er Jahre die Waschmaschine Einzug in die Haushalte hielt, wurden Bügelstube und Münzwaschsalon zum Auslaufmodell. Walter Greif, der Schwiegersohn der Gründerin, begegnete dieser Trendwende mit der Idee einer zeitgemäßen textilen Dienstleistung – dem Mietservice, damals in Deutschland nahezu unbekannt. Seiner Zeit voraus zu sein heißt allerdings auch, Überzeugungsarbeit zu leisten.
Aus zwei mach eins.
Auf den Lorbeeren ausgeruht hat man sich in dieser Familie nie. Mut, Risikobereitschaft und ein ausgeprägtes Gespür für Marktentwicklungen sind bis heute die Triebfedern. Was lag da näher, als in der boomenden Region Berlin zu investieren?
Zwei Standorte in der Hauptstadtregion waren durch Übernahmen entstanden. Unter dem Motto „Stillstand ist Rückschritt" wurde viel Geld in die Hand genommen, um beide unter einem Dach zu vereinen. Der strategisch ideale neue Standort wurde in Berlin-Hohenschönhausen ausgemacht – Anfang 2017 ging dort Deutschlands modernster und größter Hotelwäsche-Standort fristgerecht in Betrieb. Auf etwa 7.500 Quadratmetern Produktionsfläche werden täglich bis zu 120 Tonnen Bett-, Tisch- und Frottierwäsche bearbeitet.
Von nichts kommt nichts.
Als nach ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen hat Greif höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung – an sich selbst und an seine Dienstleister. Für ein Kilogramm Wäsche werden hier 3 bis 5 Liter Wasser verbraucht; die Waschmaschine zu Hause schlägt mit 15 Litern zu Buche. Am Berliner Standort wird Regen- und Brunnenwasser genutzt, die Energierückgewinnung erfolgt über Abwasser, Abgase und Abwärme.
Wir hatten es also mit einem sehr umweltbewussten Auftraggeber zu tun – eine Herausforderung, der wir uns gern gestellt haben. Insgesamt verlegten wir rund 14.500 Meter Rohrleitungen: Trinkwasser, Schmutz- und Regenwasser, VE-Wasser, Gas, Druckluft, Dampf und Heizung. Darüber hinaus installierten wir einen 750-kW-Doppelrohrwärmetauscher, einen 96-Kubikmeter-Regenwassertank, 73 sanitäre Objekte und eine Hybrid-Abwasseranlage.
