Wassertechnik für die Spielplätze »Konrads Reise«

Benannt nach Erich Kästners Kinderbuch-Figur aus den 1930er Jahren.

Erich Kästner als Pate.

Als Erich Kästner in den 1930er Jahren sein Kinderbuch „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee" veröffentlichte, erfüllte er sich selbst einen Herzenswunsch. Schon im Vorwort zu „Emil und die Detektive" hatte er sinngemäß geschrieben, dass er eigentlich ein Buch über die Südsee schreiben wollte – es aber nicht konnte, weil er nicht mehr wusste, auf wie vielen Beinen ein Walfisch aus dem Urwald kommt.

Konrad besucht jeden Donnerstag seinen Onkel, den Apotheker Ringelhuth. Konrad ist gut in Mathematik – damit aber die Fantasie nicht auf der Strecke bleibt, ermuntert ihn der Onkel, einen Aufsatz über die Südsee zu schreiben. Eines Tages begegnen die beiden dem rollschuhfahrenden Zirkuspferd Negro Kaballo, und über den Dielenschrank gelangen sie am 35. Mai tatsächlich in die Südsee. Natürlich halten alle Konrad hinterher für geisteskrank – was weder ihn noch den Onkel kümmert, denn sie wissen ja, was sie erlebt haben.

Fantasie regt die Fantasie an.

Die Erlebnisse des kleinen Konrad waren für die Gestalter der Internationalen Gartenausstellung 2017 eine wahre Inspirationsquelle bei der Planung dreier Spielplätze in den Gärten der Welt und im Kienbergpark.

In der generationenübergreifenden Spiellandschaft können kleine und große Besucher auf eine exotische und zugleich futuristische Reise gehen. Verbindendes Element ist Konrads treuer Gefährte Negro Kaballo, der zum Wegweiser mit Wiedererkennungswert wird und die einzelnen Stationen zu einer zusammenhängenden Geschichte verbindet. Figuren wie der Urwald-Wal, die Menschenhaie, die Riesenameisen und die automatisierte Stadt Elektropolis säumen den Weg – als Skulpturen, Kletterkonstruktionen, Wasserspiele und interaktive Spielelemente.

Erst die Arbeit …

Als wir die Ausschreibung auf den Tisch bekamen, waren wir vom Konzept hellauf begeistert – schließlich tragen wir als Profis auch noch ein bisschen das begeisterungsfähige Kind in uns. Als wir den Zuschlag für die komplette Wassertechnik erhielten, war die Freude groß. Dann hieß es allerdings: Ärmel hochkrempeln.

Damit alles so bleibt, wie es die Planer vorgesehen haben, installierten wir 24 Wand-, 20 Boden- und 3 Nebeldüsen, errichteten drei Sprühstelen und einen Technikschacht und verlegten insgesamt 1.000 Meter PE-Rohr. Wenn wir die fertigen Spielplätze heute betrachten, sind wir sehr stolz, an diesem besonderen Projekt mitgewirkt zu haben. Und wir haben uns fest vorgenommen, uns das Konrad-Buch in aller Ruhe zu Gemüte zu führen.

Impressionen

Das Projekt in Bildern

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